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Südumfahrung Herzogenaurach

Schauen Sie sich die gelungene Visualisierung der zunächst von der Stadt geplanten und jetzt abgewählten Südumfahrung für den gesamten Streckenverlauf an. Sie erhalten einmalige Einblicke über das was erhalten bleibt, weil die Mehrheit sich für den Erhalt dieser Natur entschieden hat. Wir sagen nochmals DANKE für Ihre Unterstützung. 

Aktionen: Wie die Südumfahrung Herzogenaurach gestoppt wurde

Die Herzogenauracher Bürger haben sich beim Bürgerbegehren am 8. Oktober 2023 mit deutlicher Mehrheit erneut gegen die Südumfahrung ausgesprochen. Bei einer Mehrheit von 60% gegen die Südumfahrung sollte in einer gelebten Demokratie die Planung einer Südumfahrung damit endgültig vom Tisch sein. Das Ergebnis hat gezeigt, dass die Bürger mehrheitlich für eine wirkliche Verkehrswende bereit sind und ebnet der Politik so den Weg hier wirklich neue Wege zu gehen und nicht an veralteten, überholten Verkehrskonzepten festzuhalten. 

!! Wir danken Allen die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, egal ob aktiv oder "nur" durch das Kreuz an der richtigen Stelle !!

Der BauernVerband Bayern hat am Samstag, den 23. September 2023 zur Schlepperdemo unter dem Motto "Stoppt den Flächenfraß" eingeladen. Zahlreiche Landwirte aus dem Stadtgebiet sind mit ihren Traktoren in einem Demonstrationszug durch das Stadtgebiet von Herzogenaurach gefahren und haben bei der Schlusskundgebung auf dem Verkehrsübungsplatz in Herzogenaurach ihrem Unmut Luft gemacht. Hier wurde klargestellt, dass die Fläche, die für die Südumfahrung gebraucht wird, endgültig für die Landwirtschaft verloren geht. Darüber hinaus wurde verdeutlicht, dass sich der Flächenverbrauch bei solchen Bauprojekten noch deshalb verdoppelt, da i.d.R. die Ausgleichsflächen ebenfalls aus vormals landwirtschaftlichen Flächen generiert werden, und somit auch diese Flächen als "Ausgleichsflächen" der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen werden. Der BN Herzogenaurach hat diese Demonstration uneingeschränkt unterstützt und setzte sich auch bei vielen weiteren Aktionen mit den verschiedensten Interessengruppen vehement gegen den Bau der Südumfahrung zur Wehr.

Die Ortsgruppe sucht das Gespräch mit der Bevölkerung, um über das nicht mehr zeitgemäße, gigantische Bauprojekt aufzuklären. Das Bauprojekt sieht 5 Brückenbauwerke, die Versiegelung und die Verdichtung einer imensen Fläche unserer Heimaterde vor und soll als Süd-"umfahrung" im Herzen von Herzogenaurach enden !! Entlastung von Niederndorf tut Not, aber durch eine wirkliche Mobilitätswende mit weniger Einzelpersonen pro Pkw, mehr Home-Office und absolutem Vorrang des ÖPNV, der nicht durch Straßenbau zu erreichen ist. Hier werden Fakten vorgestellt und diskutiert, d.h. alles was über die Südumfahrung am Infostand erzählt wird, kann in offiziellen Stellungnahmen und Gutachten nachgelesen werden. Da viele keine Zeit haben diese Infos selbst durchzuarbeiten, haben wir dies für die Wähler des anstehenden Bürgerentscheids getan.

 

In § 12 Abs. 3 der Bayerischen Verfassung heißt es, dass Staatsbürger das Recht haben, angelegenheiten des eigenen Wirkungskreises der Gemeinde durch Bürgerentscheid zu regeln. So geschehen bei uns in Herzogenaurach am 5. Mai 2022. Eine Mehrheit von 55% der Wähler hat damals gegen die Südumfahrung gestimmt. 

Wer nun meint, dass in einer Demokratie Mehrheiten entscheiden, sieht sich getäuscht. Gegen Bürgermehrheiten kann dieses Wahlergebnis schon nach einem Jahr ins Gegenteil gedreht werden. So geschehen in Herzogenaurach. Die Stadt will an ihen ursprünglichen Plänen zur Südumfahrung festhalten, obwohl diese Pläne heute noch viel mehr in Frage zu stellen sind als vor wenigen Jahren.

In seiner Rede stellt Herr Dr. Eisenack die Belastung durch den Bau der geplanen Südumfahrung und die Belastung der sich daraus ergebenden Verkehrssituation dar. Seine sehr informative Rede können Sie hier im Detail nachlesen => Rede von Dr. Host Eisenack zur Stadtratssitzung

Am 22.03.2021 hat der Bund Naturschutz bei einem Zoom-Infoabend objektiv seinen Wissensstand zu den Auswirkungen der geplanten Südumfahrung auf die Natur und Umwelt und seinen Standpunkt zu diesem Projekt der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Polemik und Polarisierung blieben außen vor. In eindrucksvoller Weise wurden die Auswirkungen der geplanten Südumfahrung auf die Natur, das Landschaftsbild, die schützenswerten Tierarten, auf die Wassersituation in Herzogenaurach und die Auswirkungen auf die Klimasituation in Bezug auf Verkehr und CO2 dargestellt. Dies sind Aspekte, die in der bis dahin stattgefundenen öffentlichen Diskussion viel zu kurz kamen. Es geht nicht darum, dass wir diese Aspekte höher bewerten als die Lebensqualität unserer Mitbürger in Niederndorf, sondern vielmehr führt die geplante Südumfahrung zu irreversiblen Eingriffen in die Natur. Zur Verbesserung der Situation in Niederndorf gibt es andere Lösungen, dafür müssen wir unsere Umwelt nicht opfern. 

Der Bund Naturschutz und die Bürgerinitiative HerzoSüdBewahren stellen am 5. Dezember 2017 zusammen zwei Anträge bei der Bürgerversammlung in Herzogenaurach. Sie fordern eine ausführliche Begründung für die Ablehnung der weiteren Südumfahrungs-Alternativen für die Öffentlichkeit und eine langfristige Verkehrs-Inftrastrukturplanung für Herzogenaurach ein.
Flankiert wurde dies durch drei weitere Bürgeranträge von den Herren Bogen, Erhardt und Ferber, die alle auf alternative Verkehrskonzepte und die Transparenz des Gesamtvorhabens der Südumfahrung abzielen. All dies zeigt das Interesse der Bürger der Stadt Herzogenaurach und die Brisanz, die in diesem Vorhaben steckt.

Rund 60 Teilnehmer folgten am 26. November 2017 dem Aufruf zur 5. Begehung, um sich ein Bild vom letzten Teilstück der geplanten Südumfahrung zu machen. Klar gestellt wurde, dass die neue Strasse nicht das Verkehrsproblem lösen wird. Es wird mit Staus an anderen Stellen gerechnet und die erhoffte Entlastung für die Niederndorfer Anwohner steht aufgrund der 2 km längeren Südumfahrung und eines nur fraglich durchsetztbaren Tempo 30 in Niederndorf noch in den Sternen. Anstatt einzelne Symptome durch den Bau einer größeren Strasse zu beheben, sollte man in der heutigen Zeit über gesamtheitliche innovative Verkehrskonzepte nachdenken, bei dem auch die alte Bahntrasse durchaus ihre Daseinsberechtigung haben könnte. Im Namen der betroffenen Landwirte meldete sich noch Hr. Winkelmann zu Wort, und stellte neben dem Flächenfrass die negativen Auswirkungen für die ortsansässigen Landwirte dar. Alle Teilnehmer werden weiter daran arbeiten in der Sache gehört und einbezogen zu werden, um das Optimum für Umwelt, Mensch und Tier zu erreichen.

Am 8. Oktober 2017 organisierte die Ortsgruppe die 4. Etappenwanderung südlich von Niederndorf. Immer mehr Mitstreiter werden überzeugt, dass die geplante Trasse ein Wahnsinn ist. Die Eingriffe in die Natur sind von unglaublicher Tragweite für die Natur und die darin lebenden Tiere....und auch für uns Menschen. Wir zerstören unsere eigene Umwelt und meinen damit der Menschheit einen Dienst erwiesen zu haben. Man sollte hier viel inovativer und weitsichtiger planen und das Heil nicht in einer weiteren Straße sehen. Visionen sehen anders aus.

 

Am 14. Mai 2017 konnte die Ortsgruppe viele Interessierte mobilisieren und deutlich veranschaulichen, was mit der geplanten Südumfahrung auf uns zukommen würde. Noch viel mehr Leute sollten sich die Mühe machen und sich vor Ort erklären lassen, was da eigentlich in unserer nächsten Umgebung passieren wird. Wenn die Bagger und Planierraupen erst anrollen, ist es zu spät !!

Am 19. März 2017 beeindruckt die BN Ortsgruppe Herzogenaurach im Litzelbachtal mit einer Visualisierung der Strecke. Mehr als 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger sind trotz des feucht-trüben und stürmischen Wetters der Einladung der Ortsgruppe Herzogenaurach ins Litzelbachtal zwischen Hauptendorf und Burgstall gefolgt.

In drei Gruppen wurde die Etappe am Ende von Hauptendorf abgelaufen. Die Einschnitte in die Natur waren mit Hilfe von rot-weißen Trassierbändern abgesteckt, so dass jeder Teilnehmende eindrucksvoll sehen konnte, wie gravierend beispielsweise 60 m breite Trasseneinschnitte und eine 140 m lange und 10 m hohe Brücke im Litzelbachtal die Landschaft verändern werden. Christian von Reitzenstein rief den Besuchern einen 10 Jahre zurückliegenden Fall im Zusammenhang mit einem Bauantrag in Hauptendorf in Erinnerung. Damals wurde der Bau eines Wohnhauses in der Erlenstaße in Hauptendorf abgelehnt, weil ein solches Bauvorhaben den Naturcharakter in diesem Bereich zerstören und das Naherholungsgebiet über ein erträgliches Maß hinaus beeinträchtigen würde. Wie ist in diesem Zusammenhang die Trasse der Südumfahrung zu beurteilen? Dabei geht es nicht nur um den "Charakter" der Natur, sondern um die Natur selbst, die dann für immer zerstört sein wird.

Alle Teilnehmenden waren sich darüber einig, dass die massiven Auswirkungen der Südumfahrung erst durch einen Vor-Ort-Termin so richtig deutlich werden, und dass es sich lohnt, für den Erhalt unserer schönen Landschaft zu kämpfen.

Am 5. Februar findet die 1. Etappenwanderung zur Begehung eines Teilabschnitts der geplanten Südumfahrung im Abschnitt Galgenhof statt. Die Veranstaltung wurde von mehr als 100 Interessierten genutzt, um sich ein Bild über die geplanten Baumaßnahmen und Auswirkungen auf unsere schützenswerte Natur und Umwelt direkt vor Ort zu machen. Viele Teilnehmer reagierten mit Erstaunen und Entsetzen über den Flächenverbrauch.

In 3 Gruppen konnte auf alle Einzelheiten der geplanten Südumfahrung eingegangen werden. Dabei wurde zunächst aufgezeigt was auf dem Spiel steht - bestehende Landschaftsschutzgebiete, Biotope i.S. des bayerischen Naturschutzgesetz sowie geschützte Tiere wie z.B. verschiedene Vogel-, Fledermaus und Libellenarten. Gleichzeitig wurde aufgezeigt, welche Baumaßnahmen und Eingriffe für die Südumfahrung geplant sind. Erst mit dieser plastischen Darstellung und ausführlichen Information wurde vielen Teilnehmern klar, welches Ausmaß diese geplanten Erd- und Brückenarbeiten auf unser direktes Umfeld haben. Die Natur wird entlang der Südumfahrung für immer zerstört werden, wenn an der derzeitigen Planung festgehalten wird und nicht der Versuch unternommen wird mit kleineren Maßnahmen die gewünschte Entlastung für Niederndorf zu erreichen.

Demo gegen die geplante Südumfahrung Niederndorf/Neuses - 18. Juni 2016

Am 18. Juni 2016 organisierte der BN eine Demonstration gegen die geplante Südumfahrung Herzogenaurach Niederndorf/Neuses. Hier einige unserer Standpunkte:

Alternativen wurden nicht berücksichtigt
Die Stadt hat 5 Varianten einer Alternative geprüft, aber tatsächliche Alternativen nicht  bewertet.
Naturschutz
Viele gefährdete Tierarten der RL betroffen
Lebensraum geschützter Tiere wird durchtrennt
Erhebliche Störung streng geschützter Arten
Amphibienwanderungen werden behindert
Landwirtschaft
Landwirtschaftswege werden zerschnitten
Ackerbau wird für Landwirte unwirtschaftlicher
Hoher Flächenverbrauch
Höfe sind nicht mehr rentabel
Umwelt des Menschen
Naherholung wird eingeschränkt
Lärmbelästigung der Bevölkerung
Frischluftschneise im Talraum unterbrochen
Industrieausbau entlang der Trasse wahrscheinlich
Einkesselung von Herzogenaurach
Verkehr
Stadt-Umlandbahn (StUB) unberücksichtigt
Tatsächliche Verkehrsströme nicht bekannt
Entlastung Niederndorf nur zur Stoßzeit
Ausbau des StUB- und Bus-Systems mit P&R fehlt
Ist der Verkehrszuwachs von 20% eine Tatsache?

Als Redner informierten Sie:

Gerhard Häfner, Dr. Horst Eisenack, Ortsvorsitzende BN Herzogenaurach
Helmut König, Kreisvorsitzender BN Höchstadt-Herzogenaurach
Tom Konopka , BN Regionalreferent Mittelfranken

So hätte Herzogenaurach mit der Südumfahrung ausgesehen


Link zur Homepage der Initiative für das Bürgerbegehren "Stopp-Südumfahrung"

Hier geht es zur Homepage der Initiative für das Bürgerbegehren "Stopp-Südumfahrung", auf der Sie noch weitere Infos zu der Protestbewegung finden.